Das Räuberlied

In einem Städtelein, in einem tiefen Tale,
da saß ein Mägdelein, an einem Wasserfalle.
I: Sie war so schön, so schön wie Milch und Blut,
von Herzen war Sie einem Räuber gut :I

Du armes Mägdelein, du dauerst meiner Seele,

ich muß zurück, in meine Räuberhöhle
I: Ich kann bei dir, bei dir nicht länger sein,
ich muß zurück in`tiefen Wald hinein :I

Und sollt ich einst einmal des Todes sterben,

dann sollst du all, ja alles von mir erben.
I: In dein Gedächtnis schreib es dann hinein,
nur du allein sollst meine Erbin sein :I

Nimm diesen Ring von mir und soll dich jemand fragen,

so sage Ihm, ein Räuber hat ihn getragen.
I: Der dich geliebt, bei Tag und auch bei Nacht
und der so vieles Gute hat Vollbracht ( Schützen umgebracht ) :I

Auf un’sren Herrn Major, da lassen wir nichts kommen,

auch der Herr Kommandant, der ist uns sehr willkommen.
I: Für un’sre Festung setzten wir uns ein,
so war es einst, so wird es immer sein :I

Und sollt man uns auch uns’re Festung rauben,

behalten wir doch un’sren Räuberglauben.
I: Wir bleiben un’srer alten Fahne treu,
denn in 4 Jahr’n beginnt der Kampf aus’s neu :I